Salsiccia ist eine italienische grobe Bratwurst, die mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen angereichert wird. Das macht sie nicht nur solo auf dem Grill zu einem kleinen Highlight, sondern gibt auch Pastagerichten oder Risotto so richtig Herz. Häufig wird dazu die Wurst aus dem Darm geholt und angebraten, so konnen sich alle Aromen wundervoll miteinander verbinden.

In diesem Fall gibt es dazu grüner Kräuter-Bandnudeln, gegrillte Paprika und eine Weißweinrahmsoße, die mit der leichten Säure einen schönen Kontrast zu den süßen Paprika gibt.

 

Die verschiedenen Varianten der Salsiccia können sich nicht nur in ihrer Kombination aus Gewürzen und Kräutern unterscheiden, sondern auch in der verwendeten Fleischsorte. Welche Gewürz-Variante sie nehmen ist dem persönlichen Geschmack überlassen, in diesem Fall würde eine Mischung aus Fenchel und Peperoncino verwendet. Je nachdem welche Fleischsorte verwendet wird kann auch der Fettgehalt unterschiedlich sein, insgesamt kann die Wurst auf jeden Fall ohne Fett angebraten werden und überschüssiges Fett sollte nach dem Braten abgeschöpft werden. Das Fett kann aufgefangen und gekühlt aufbewahrt werden, es ist sehr geschmacksintensiv und kann wie z.B. Schweine- oder Butterschmalz verwendet werden – Nur am besten bei Gerichten zu denen der spezifische Geschmack passt!

 

Die Paprika werden gegrillt und gehäutet, in diesem Rezept geschieht dies im Ofen. Auf einem Grill oder mit einem Gasherd funktioniert das auch, entscheidend ist es die Haut schwarz abzuflammen, damit sie von der Paprika abgezogen werden kann. Um letzteres zu erleichtern kann die noch heiße Paprika zugedeckt in einer Schüssel für 10-20 Minuten warmgehalten werden, dann lassen sie auch noch nicht abgeflammte Stellen leichter abziehen. Wem dieser Schritt zu viel ist kann die Paprika mit einem Sparschäler von der Haut befreien, am besten funktioniert das mit Schälern die eine Klinge mit Wellenschliff haben. Wenn das Häuten komplett weggelassen wird, kann die Paprika in dünnen Streifen in der Pfanne gebraten werden, das Mundgefühl ist dann durch die harte Schale allerdings nicht mehr so schön.

 

Bei der Pasta werden einfach die Kräuter verwendet, die zu Verfügung stehen und/oder besonders gern gegessen werden. Passend wäre Petersilie, Basilikum, Oregano, Fenchelkraut und in sehr geringen Mengen auch Thymian oder Rosmarin, im Prinzip alles was der Markt oder der eigene Garten so hergibt. Die Hälfte der Kräutermasse kann bedenkenlos aus Spinat bestehen, so wird nicht riskiert ein zu dominantes Aroma in der Pasta zu haben und trotzdem eine knallig grüne Farbe zu erhalten.

 

Da Rezept funktioniert auch ohne frische, selbstgemachte Pasta, aber sie gibt dem Gericht nicht nur eine fantastische Optik, sondern auch die Komplexität, die das erst so richtig zum Genuss werden lassen.

Grüne Bandnudeln mit Salsiccia und Paprika
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Zutaten
Nudeln
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Anleitungen
  1. Den Spinat ausrücken und zusammen mit den Kräutern und dem Knoblauch fein pürieren, je nachdem welche Geräte zu Verfügung stehen und welche Kräuter verwendet werden muss der Spinat mehr oder weniger ausgedrückt werden. Trockene Kräuter wie Rosmarin brauchen eventuell etwas mehr Flüssigkeit, Basilikum hingegen nicht. Je leistungsstärker der Pürierstab, desto weniger Flüssigkeit ist tendenziell notwendig. Wer einen Mörser hat, kann auch dieses verwenden, dann am besten direkt bei diesem Schritt das Salz hinzugeben.
  2. Die Kräutermasse zusammen mit dem Mehl, den Eigelben und dem Olivenöl zu einem glatten Teig verarbeiten und 10 Minuten lang intensiv kneten. Je Nachdem wie viel der Wassergehalt in der Kräutermasse ist muss eventuell etwas Mehl nachgegeben werden, der Teig sollte nicht mehr kleben und gut formbar sein. Anschließen etwa eine Stunde ruhen lassen.
  3. Backofen mit Grill auf 220°C vorheizen. Die Paprika waschen, halbieren, Strunk und Kerne entfernen und mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 15-30 Minuten unter dem Grill abflammen, die die Haut schwarz wird. Der Prozess sollte beobachtet werden, die Dauer hängt von der Leistung des Ofens ab. Anschließend die Paprika eine Schale geben und zudecken, durch die Resthitze gart die Paprika vollständig durch und die Haut lässt sich auch an den Seiten abziehen.
  4. Weißwein in einen Topf füllen, aufkochen und auf die knappe Hälfte reduzieren lassen. Knoblauch schälen und fein reiben, zusammen mit der Sahne zum reduzierten Wein geben und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Paprika häuten und in feine Streifen schneiden. Den Darm der Wurst aufschneiden und die Fleischmasse rauslösen und in einer Pfanne ohne Fett scharf braten. Das Fleisch darf dabei wirklich kross gebraten werden. Anschließend durch ein Sieb geben, das überschüssige Fett zu entfernen. Das Fleisch mit der Paprika und der Sauce in eine große Pfanne oder Topf geben.
  6. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen. Pastateig in 4 Teile teilen, jedes Teil mit Mehl bestäuben und mit der Pastawalze langsam auf gröbster Stufe den Teig geschmeidig ausrollen. Dann die nächste Stufe einstellen und die Teigbahnen jeweils zwei Mal durchlaufen lassen, dies bis Stufe 5 wiederholen. Die Teigbahnen durch die Bandnudelwalze laufen lassen und mit Mehl bestäubt auf einem Brett oder Backblech aufbewahren. Wenn alle Bahnen fertig sind das kochende Wasser salzen und die Pasta eine Minute al dente garen. Währenddessen die Sauce erhitzen
  7. Pasta abgießen, dabei etwas Pastawasser aufbewahren, und die Nudeln zur Sauce und zügig alles miteinander vermengen, gegebenenfalls etwas Pastawasser zugeben.
  8. Auf vier Teller verteilen und mit Basilikum garnieren.
  9. Guten Appetit!