Ausflüge in die nähere Umgebung gehören im Sommer einfach dazu, ob mit den Kindern, als Paar oder mit den Freunden. Das Ausflugsziel muss dabei gar nicht weit weg sein, aber ein Picknick sollte nicht fehlen! Und nicht überall gibt die Möglichkeit etwas zu essen zu kaufen, abgesehen davon ist es einfach ganz wundervoll sich mit einer Decke auch eine Wiese zu setzen und gemeinsam zu essen.

Besonders praktisch ist es dann, wenn man etwas dabei hat wofür nicht noch extra viel Geschirr und Besteck braucht und dennoch etwas spannender ist als die gute alte Stulle. Hier kommen herzhafte Strudel wie gerufen daher! Sie können leicht in größerer Menge vorbereitet werden und das auch schon am vorherigen Tag. Die Füllung kann so ziemlich alles sein, was man sich so vorstellen kann: Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse, Quark, Eier! Alles leicht austauschbar, so dass auch für jeden was dabei sein kann! Fertig gebacken können sie direkt heiß auf dem Tisch landen oder abgekühlt unterwegs wie ein Brot mit der Hand gegessen werden.

Doch ähnlich wie der Belag einer Klappschnitte ist auch die Füllung eines herzhaften Strudels in zig verschiedene Richtungen denkbar. Entscheidend damit es so richtig lecker wird, ist die Zusammensetzung der Füllung. Da diese im Strudelteig nur noch gegart wird, sollte sie vor dem Füllen schon voll mit Aromen sein. Wenn es also möglich ist der Füllung durch etwas Anrösten den letzten Schliff zu geben sollte darauf nicht verzichtet werden. Möhren, Kohlrabi oder Fenchel können zu Beispiel in der Pfanne scharf angebraten werden. Da Zucchini viel Wasser enthalten und beim Garen schnell matschig werden können sie geschnitten und gesalzen in ein Sieb gelegt werden. So kann das austretende Wasser abtropfen und anschließend bei hoher Hitze in der Pfanne oder auf dem Grill angebraten werden. Auberginen können in Scheiben gesalzen im Ofen geröstet werden. Während Zucchini noch etwas Biss haben oder auch roh gegessen werden kann, muss Aubergine auf jeden Fall durchgegart sein. Im Zweifel besser etwas über dem Garpunkt als darunter.

Zwiebeln können fein gewürfelt roh verwendet werden, mehr Aroma haben sie zweifelsohne aber wenn sie angeschwitzt oder karamellisiert werden. Blattgemüse können direkt roh verwendet werden, sie meist weder Röststoffe noch lange oder viel Hitze, um gegart zu werden.

Fisch kann roh und gegart verwendet werden, wie zum Beispiel ein heiß geräucherter Lachs oder Makrele. Bei einer Füllung mit Fleisch ist Hackfleisch sehr beliebt, ähnlich wie bei Frikadellen sollte die Masse mit Eiern, Brot und/oder Joghurt verfeinert werden für ein saftiges Ergebnis. Dann fehlen jedoch trotzdem die Röststoffe, deswegen kann zumindest ein Teil des Hackfleisches braun gebraten werden und dann mit Ei oder auch Schmand vermengt werden. Das macht zwar etwas mehr Arbeit, aber bringt dafür auch viel mehr Geschmack.

Mit herzhaften Strudeln können auch wunderbar Reste, die allein keine ganze Mahlzeit mehr ergeben würden, verarbeitet werden. Etwas Gemüse, Gulasch oder Grillfleisch vom Vortag mit ein wenig Quark und Käse vermengen, etwas nachwürzen und als Füllung verwenden.

Fertig gebacken können sie direkt heiß auf dem Tisch landen oder kalt statt eines Brotes mit zur Arbeit, in die Schule oder KiTa oder eben mit zum Picknick genommen werden.

Der Strudelteig ist denkbar einfach: Wasser, Mehl, Salz und Öl. Dafür macht die Verarbeitung eine Menge Arbeit und erfordert auch noch Übung, denn er wird erst etwas ausgerollt und dann hauchdünn gezogen, so dünn, dass eine Zeitung dadurch gelesen werden kann. Wenn dieser Aufwand und das Ergebnis verglichen wird mit den im Supermarkt verfügbaren Alternativen, ist es an dieser Stelle durchaus sinnvoll ein fertiges Produkt zurückzugreifen. Gekaufter Strudelteig ist insgesamt fester und lässt sich so leichter in verschiedene Formen bringen, nicht nur als große Rolle für ein Mittagessen, auch in kleine handliche Rollen oder Dreiecke.

Das Rezept besteht aus 4 Varianten, die jeweils für 4 Personen reichen. Je nachdem wie der Teig gefaltet wird, kann die benötigte Füllung etwas variieren.

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Portionen
4 Personen (jeweils)
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Portionen
4 Personen (jeweils)
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Zutaten
Grundrezept für den Teig
Aubergine Mozzarella Strudel
Stremellachs-Fenchel Strudel
Brokkoli Kartoffel Strudel
Zwiebel Ricotta Strudel
Portionen: Personen (jeweils)
Einheiten:
Anleitungen
Grundrezept
  1. Ein Blatt vom Teig nehmen und dünn mit der geschmolzenen Butter bestreichen, darauf ein weiteres Blatt legen und wieder mit Butter bestreichen. Ein letztes Blatt darauf legen und wieder dünn mit Butter einpinseln. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  2. Den Teig parallel zu den kurzen Seiten halbieren. Mit der Füllung belegen. Dabei müssen an den Seiten etwa zwei Zentimeter ausgespart werden, am oberen Ende des Teigs vier Zentimeter. So können die Seiten des Teiges eingeklappt werden und aufgerollt werden, ohne dass an den Seiten oder am Ende der Rolle die Füllung wieder herausgedrückt wird.
  3. Diesen Vorgang mit den restlichen Teigblättern wiederholen. Sollte ein Blatt übrig sein, kann dieses mit Butter bepinselt zu Dritteln eingeschlagen werden und wie die anderen Taschen gefüllt werden. Andernfalls können auch mehr als 3 Blätter verwendet werden.
  4. Für eine große Rolle können auch alle Blätter direkt verwendet werden und mit der Füllung belegt zu einem großen Strudel gerollt werden.
  5. Im Ofen 15-25 Minuten backen.
Aubergine Mozzarella Strudel
  1. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Aubergine waschen und in 1-1,5cm dicke Scheiben schneiden. Mit den 5-6 EL Olivenöl bestreichen und etwas salzen. Im Ofen 15-20 Minuten rösten. Die Auberginen dürfen nicht komplett austrocknen, deswegen den Prozess etwas im Auge behalten. Anschließend heiß vom Blech nehmen, in eine Schale geben und abdecken.
  2. Die Blätter von Basilikum zupfen und mit den Mandeln, Apfelsaft, getrockneten Tomaten, Knoblauch und dem Olivenöl mit einem Pürierstab zu einem Pesto verarbeiten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden. Die Füllung auf den Teigplatten verteilen und wie oben beschrieben fortfahren.
Stremellachs Fenchel Strudel
  1. Den Fenchel waschen, putzen, halbieren und den Strunk entfernen. In 3-4 mm dicke Streifen schneiden. Den Knoblauch putzen und fein reiben. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Fenchel darin scharf anbraten, dabei direkt salzen. Hitze reduzieren und bissfest garen. Zum Schluss den Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Mit Pfeffer abschmecken.
  2. Schmand mit dem Joghurt verrühren. Die Schale von den Zitronen fein abreiben und unter den Schmand geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lachs fein zerpflücken.
  3. Als Füllung kann alles zusammen vermengt werden oder nacheinander auf dem Teig verteilt werden.
Brokkoli Kartoffel Strudel
  1. Kartoffeln mit Schale in Salzwasser gar kochen. Etwas abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Röschen vom Brokkoli abtrennen und in reichlich Salzwasser sehr bissfest garen und dann abtropfen lassen.
  3. Den Frischkäse mit etwas Milch glatt rühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  4. Den Bergkäse reiben. Den Frischkäse auf dem Strudelteig verteilen, die Kartoffelscheiben darauflegen, die Brokkoliröschen verteilen und mit Käse bestreuen.
Zwiebel Ricotta Strudel
  1. Die Zwiebeln putzen, halbieren und 3-4mm dick schneiden. Das Öl in eine Pfanne geben und die Zwiebeln bei mittlerer bis geringer Hitze karamellisieren. Dafür braucht es keinen Zucker, die Zwiebeln werden so lange gebraten bis der natürlich enthaltene Zucker in den Zwiebeln karamellisiert. Dafür braucht es Zeit, 30-45 Minuten, das Ergebnis ist dafür eine absolute Geschmacksbombe.
  2. Die Petersilie fein hacken. Den Bergkäse reiben.
  3. Die Zwiebeln mit dem Ricotta, der Petersilie und dem Käse vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Füllung auf dem Teig verteilen.