Beim letzten Besuch in einem schwedischen Möbelhaus kam bei uns richtig nordische Weihnachtsstimmung auf. Alles strahlte in weiß, rot und gold und uns packte sofort die Lust aufs Backen – am liebsten in einer heimeligen Küche mit Ofen und Holzbank wie bei Michel aus Lönneberga. Das ließ sich nicht so gut umsetzen, aber wir entschieden uns für ein Rezept für schwedische Pfefferkuchen: Pepparkakor.

Der Teig ist wunderbar würzig und etwas herber als die Lebkuchen, die man bei uns zur Weihnachtszeit gerne vernascht. Ein weiter Unterschied zu den bei uns heimischen Lebkuchen ist die Konsistenz – die Pfefferkuchen sind nämlich eher knusprig als weich. Mit den Gewürzen kann man natürlich ganz nach dem eigenen Geschmack herumexperimentieren. Die Angaben unten ergeben einen leckeren, würzigen Keks der den meisten schmecken wird. Mutige können natürlich mehr Ingwer hinzugeben, den Kardamomanteil erhöhen oder einfach vom allen eine ordentliche Prise mehr dazugeben.

Der Teig ist schnell gemacht und muss dann über Nacht kalt stehen, da er direkt nach der Herstellung fast flüssig ist. Am nächsten Tag scheint er zunächst steinhart, lässt sich aber dann leicht verarbeiten und ausrollen. Das Ausstechen macht vor allem mit Kindern viel Spaß und es kann sogar ohne jede Sorge genascht werden – der Teig kommt ohne Ei aus. Besonders lecker und knusprig werden die Kekse, wenn man den Teig möglichst dünn ausrollt und dann bei hoher Temperatur backt. Aber Achtung: Am besten immer ein Auge auf das Blech im Ofen haben – sonst werden die leckeren Kekse sehr schnell sehr, sehr knusprig. Nach dem Backen kann man die Pfefferkuchen nach Lust und Laune verzieren. Wir haben uns für eine schlichte Variante mit Royal Icing entschieden. Wie das funktioniert kann unten im Rezept nachgelesen werden.

Wir hoffen, dass ihnen das Rezept gefällt und Sie beim Ausstechen und Verzieren genauso viel Freude haben wie wir.

Schwedische Pfefferkuchen
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20 Minuten
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Zutaten
Teig
Royal Icing
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Anleitungen
  1. Wasser, Zucker und die Gewürze aufkochen. Dann von der heißen Platte nehmen und die Butter in Stückchen dazugeben. Umrühren bis die Butter komplett geschmolzen ist. verkneten.
  2. Mehl mit dem Natron vermischen. Die warme Zuckermasse dazugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten. (Der Teig ist noch sehr weich. Am Besten in einer Schüssel mit Deckel über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen).
  3. Am Nächsten Tag: Ofen vorheizen (ca. 220°C Ober- und Unterhitze, 180-200°C Umluft). Den Teig dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Formen ausstechen und im heißen Ofen ca 10-12 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.
    Schwedische Pfefferkuchen, Kekse, Weihnachten, Ausstechen, Carl Tode Göttingen
  4. Für das Royal Icing das Eiweiß mit dem Puderzucker verrühren. Den Puderzucker nach und nach zugeben und zwischendurch immer wieder die Konsistenz prüfen. Die Masse sollte nicht mehr von den Rührstäben tropfen, aber auch nicht zu fest sein. Sollte die Masse zu fest sein, kann man einfach Tröpfchenweise Wasser zugeben. Beim ersten Mal kann das etwas dauern, aber irgendwann hat man den Dreh raus.