Ganz schlicht und unspektakulär kommt diese kleine Tarte daher. Der Rand wirkt fast ein bisschen trocken, doch er ist das knusprige Pendant zur unglaublich saftigen Mitte! Im Prinzip ist dieses Rezept ein Brownie, nur wurde die kakaohaltige Schokolade gegen weiße Schokolade ausgetauscht. Die zugegeben nicht wirklich Schokolade ist, da sie schließlich keinen Kakao enthält, sondern „lediglich“ Kakaobutter. Dadurch ist sie unheimlich mild, recht süß und leicht vanillig, doch bei weitem nicht so geschmacksintensiv wie richtige dunkle Schokolade. Doch genauso wie letztere gibt sie geschmolzen in einem Kuchen eine köstliche dichte und fast schon klebrige Konsistenz, doch eben auch ordentlich süß. Und hier gibt das ungesüßte Himbeermark einen wundervollen Kontrast, es kommt oben auf den fertigen Teig, der nur leicht damit marmoriert wird. Beim Backen sinkt das Fruchtmark weiter nach unten und zieht sich so durch den ganzen Teig, deswegen ist es auch wichtig nur leicht zu marmorieren.

 

Dann kommt eine köstlich, klebrig süße Tarte heraus, in der eine fruchtig-säuerliche Soße direkt mit enthalten ist und von der man fast nicht genug bekommen kann!

 

Wer so gar nicht auf weiße Schokolade steht, kann auch problemlos eine kakaohaltige Schokolade nehmen. Je höher dabei der Kakaoanteil ist, desto weniger süß ist die Tarte am Ende – Hier darf also mit der Zuckermenge etwas variiert werden. Frucht passt allerdings immer noch wunderbar dazu, ob Himbeer, Erdbeer, Aprikose oder Kirsche. Alles was der Garten oder die Obstabteilung so hergibt. Wer kein Fruchtmark selbst herstellen kann oder möchte kann auch Marmelade nehmen, in diesem Fall sollte die Zuckermenge der Tarte allerdings reduziert werden, sonst fehlt die Balance zwischen Süße und Säure.

 

Die Rezeptmenge passt für zwei Herzformen wie auf dem Bild oder für eine 26 cm Durchmesser Spring- oder Garantieform.

Weiße Schokoladentarte mit Himbeermark
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Portionen
2 kleine Tartes
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Weiße Schokoladentarte mit Himbeermark
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2 kleine Tartes
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2 kleine Tartes
Zutaten
Portionen: kleine Tartes
Einheiten:
Anleitungen
  1. Die Himbeeren, falls tiefgekühlt in einem Topf einmal aufkochen, pürieren und dann durch ein Sieb geben. Je feiner an dieser Stelle püriert werden kann, desto dicker wird das Himbeermark. Sollte es sehr flüssig sein kann ein Esslöffel Speisestärke unter das kalte Mark gerührt werden. So wird es beim Backen etwas stabiler.
  2. Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Die Backform(en) einfetten und in den Kühlschrank stellen.
  3. Butter und Kuvertüre auf dem Wasserbad schmelzen, die weiße Schokolade darf dabei nicht zu heiß werden, sonst gerinnt die Schokolade.
  4. Mehl mit Backpulver mischen. Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Die Eigelbe mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen.
  5. Die geschmolzene Schokoladenbutter zügig unter die Eigelbmasse arbeiten. Das Mehl mit dem Backpulver in die Schüssel sieben und ebenfalls schnell unterarbeiten.
  6. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unter die Masse heben, hier sollte langsam und gründlich gearbeitet werden. Mit längerem Rühren des Teiges fällt der Eischnee wieder zusammen.
  7. Teig in die Backform(en) füllen, Himbeermark gleichmäßig in Klecksen auf dem Teig verteilen und mit einer Gabel leicht marmorieren.
  8. Im Ofen etwa 30-40 Minuten backen. Da hier verschiedene Backformen verwendet werden können auf jeden Fall eine Stäbchenprobe machen, um den Garzustand zu überprüfen.
  9. 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und aus der herausholen. Die Tarte kann lauwarm oder ausgekühlt mit etwas geschlagener Sahne serviert werden.
  10. Guten Appetit!