Raclette: Das Essen schlechthin für Abende an denen man Zeit füllen muss. Silvester liegt da praktisch direkt auf der Hand. Die Basis bildet natürlich der Käse. Dabei hat ein traditionelles Raclette gar nichts mit einem Tischgrill und einem Pfännchen für jede Person zu tun.

Gegessen wurde Raclette übrigens schon im Mittelalter, die Vorliebe für geschmolzenen Käse ist also gar nicht modern. Doch natürlich wurde der Käse damals nicht in kleinen Pfännchen zubereitet. Es wurde ein halber Käselaib an das Feuer oder eher an die Glut gelegt und die oberste Schicht langsam geschmolzen. Dadurch wurde der Käse nicht nur geröstete, sondern auch noch geräuchert. Anschließend wurde die geschmolzene Schicht abgeschabt. Und dieses Schaben ist der Ursprung des Namens, nicht wie eventuell vermutet der Käse selbst. Das Wort „Raclette“ kommt aus dem Französischen, genauer gesagt vom Wort ‚racler‘ und bedeutet übersetzt schaben.

Auch wenn heute kein Feuer mehr verwendet wird, klassisches Raclette gibt es immer noch. Nur jetzt mit einem elektrischem Grill. Dafür wird ein halber Laib Käse eingespannt und dann die oberste Schicht unter dem Grill geröstet. Geschabt wird der Käse dann auf Brot oder Pellkartoffeln, mit sauren Gurken und Zwiebeln und frisch gemahlenem Pfeffer serviert. Da die dafür meist verwendeten Käselaiber ein Gewicht zwischen 3,5-7,5kg auf die Waage bringen, lohnt es sich für die allermeisten Haushalte kaum Raclette auf diese Weise zu servieren.

Hier sind die modernen Tisch-Raclettes eine wundervolle Alternative. Statt eines großen Leibes wird hier Portionsweise eine Scheibe im Pfännchen geschmolzen. Und neben Kartoffeln und Brot können noch viele weitere Zutaten direkt mit in das Pfännchen wandern. Oben auf dem Raclette-Gerät gibt es zusätzlich noch eine Grillplatte, antihaftbeschichtet oder aus Stein. Hier kann frischer Fisch & Fleisch oder Gemüse gegrillt werden.

Wenn die Auswahl etwas eingeschränkt wird, beispielsweise mit einer bestimmten aromatischen Richtung, lohnt sich Raclette auch für wenige Personen. Dann können auch mal Kombinationen mit Gorgonzola, Walnuss und Konfitüre oder scharf mit Chorizo und Oliven. Ganz zum Schluss noch einen süßen Deckel ohne Käse, dafür mit Banane und ein paar Schokotropfen.