Pizzateig kann, wie praktisch jeder Hefeteig, eine Wissenschaft für sich sein. Die genaue Art des Mehls, das Verhältnis von Wasser zu Mehl und der Hefemenge bis zur genauen Zeit der Gärung. Ein original italienischer Pizzateig müsste kühl über Nach ruhen und dann folgt mit um die 6 Stunden die Stückgare. Ein langer Prozess für alle, die spontan zu Hause Pizza ohne Lieferdienst essen möchten.

Hier haben wir also einen Pizzateig, der zwar nicht original italienisch ist, dafür spontan zu Hause gemacht werden kann. Wenn auf ein paar weitere Details geachtet wird, kann die Pizza authentischer werden, ohne an Spontaneität einbüßen zu müssen. Es lohnt sich auf jeden Fall statt des meist verfügbaren Weizenmehls Type 405 ein Pizzamehl zu verwenden. In diesem ist der Eiweißanteil größer und sorgt später für eine bessere Elastizität. Der Teig sollte außerdem auf jeden Fall 10 Minuten geknetet werden, praktisch wenn dafür eine Küchenmaschine bereitsteht. Von Hand geht das je nach Menge mit ein bisschen Übung auch ohne Probleme, außerdem hilft die Wärme der Hände der Hefe den Gärprozess zu starten. Durch langes Kneten wird der Teig unter anderem besonders elastisch, das hilft später, denn der Teig bei einer italienischen Pizza wird nicht ausgerollt, sondern von Hand geformt. Dabei wird in die Mitte der Teigkugel gedrückt bis genügend Platz für die Finger ist, um den Teig in Form zu ziehen. Ist der Teig nur kurz geknetet worden reißt er bevor er so dünn ist wie das bei einer Pizza der Fall sein sollte. Wichtig ist zudem, dass beim Formen der Pizza nicht auf den Rand gedrückt wird, denn nur so bekommen wir einen fluffigen Rand. Bei der Einteilung der Teigstücke sind für jede Person zwei kleine Pizzen geplant, diese lassen sich einfacher formen als eine große Pizza. Wer allerdings schon Übung darin hat kann den Teig auch nur halbieren.

Bei der Tomatensauce können auf jeden Fall Dosentomaten verwendet werden, diese werden reif geerntet und direkt verarbeitet. Die Salzmenge in der Sauce kann auch abhängig vom Belag variiert werden, soll vor allem frisches Gemüse auf die Pizza darf es etwas mehr sein, bei salzigem wie einer Salami darf es auch etwas weniger sein.

Der Käse kommt im besten Fall unter den restlichen Belag, andernfalls wird dieser einfach nur unter einer Schicht Käse gegart und weicht womöglich den Boden durch, denn das Wasser im Gemüse verschwindet im Teig und verdunstet nicht im Ofen. Wenn nur partiell Mozzarella auf der Pizza ist kann der natürlich auch ganz oben liegen, denn dann ist immer noch genügend Platz „zum Atmen“ für den restlichen Belag. Bei der Wahl des Käses kann der Fantasie freien Lauf gelassen werden, klassisch ist Mozzarella, aber auch mittelalter Gouda hat ein angenehmes Aroma und eine schöne Konsistenz, Blauschimmelkäse wie Gorgonzola sind auch nicht unbekannt auf Pizza, der süß-herb mit Birnen und Walnüssen ein wahrer Gaumenschmaus ist.

Gebacken werden sollte im vorgeheizten Ofen bei hoher Temperatur und dann auch nur mit einem Blech, damit die Temperatur gehalten werden kann. Die hohe Hitze sorgt für einen außen krossen und innen luftigen Teig. Mit einem Pizzastein kann die Temperatur leichter im Ofen gehalten werden und die Pizza wird ähnlich wie in einem professionellen Pizzaofen von mit viel Hitze von unten gebacken. Das bedeutet gleichzeitig auch nie mehr zu weiche Pizzaböden bei selbst gemachter Pizza. Solche Pizzasteine gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen, es lohnt sich dabei auf jeden Fall etwas mehr auszugeben und zu einem Schamottgemisch zu greifen, dieser wird auch in traditionellen Öfen verwendet.

 

Auch wenn nicht die Zeit für den perfekten italienischen Teig aufgebracht wird, kann mit ein paar anderen Tricks die Pizza zu Hause super lecker selbst gebacken werden!

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Zutaten
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Tomatensoße
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Anleitungen
  1. Hefe im Wasser auflösen, Öl zugeben. Mehl und Salz vermengen und zum Hefewasser geben. Mindestens 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten. In einer Schüssel 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat.
  2. Zutaten für die Sauce in eine Schale geben und pürieren.
  3. Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals durchkneten, dann vierteln und jedes Viertel nochmals halbieren. Jedes Teigstück zu einer Kugel formen und weitere 30 Minuten gehen lassen.
  4. Den Ofen auf 250°C vorheizen, ob Umluft oder Unter- und Oberhitze besser ist, kann bei verschiedenen Öfen anders sein. Teigkugel in der Mitte nach außen arbeitend eindrücken und dann anfangen den Teig auseinander zu ziehen, dabei den Rand nicht eindrücken. Bei den ersten Versuchen muss es nicht rund sein, mit jeder Pizza wird das Gefühl wie der Teig gezogen werden muss besser.
  5. Boden auf ein Blech oder bei der Verwendung eines Pizzasteins auf eine Pizzaschaufel legen. Mit der Tomatensauce bestreichen und nach eigenem Geschmack belegen.
  6. 10-20 Minuten im Ofen backen.
  7. Guten Appetit!