Es gibt wenige die diesen Klassiker der Filmgeschichte und auch das Getränk nicht kennen. Der Duft nach gewürztem Rotwein erinnert erstmal an Glühwein. Wird dann allerdings ergänzt durch Rum-getränkten Karamellgeruch des brennenden Zuckerhutes.

Eine Feuerzangenbowle ist an sich nicht schwer, wenn ein paar Dinge beachtet werden. Wer sie selber macht kann auch immer die persönliche Note mit einbringen. Es gibt zwar wie bei allem ganz traditionelle Rezepte, aber wo wäre der Spaß beim Kochen, wenn man sich immer daran halten müsste. Im Original wird ausschließlich trockener Rotwein verwendet, zugegeben es sind auch ein paar Orangenscheiben dabei. Die ändern allerdings nicht wirklich viel am Alkoholgehalt. Dazu kommt dann eine nicht geringe Menge Rum mit mindestens 54% Alkoholgehalt. Niedriger sollte es nicht sein, dann brennt der Zuckerhut nicht vernünftig. Einen intensiveren Karamellgeschmack erhält man mit Alkoholgehalten von 80 Prozent. Hier verbrennt der Alkohol so heiß, dass der Zucker sich nicht nur löst sondern auch richtig karamellisieren kann.

Aromatisch, würzig, fruchtig: eine kleine winterliche Köstlichkeit! Allerdings immer mit Vorsicht zu genießen, denn er steigt auch recht schnell zu Kopf. Wer doch lieber etwas mehr trinken möchte, ohne direkt einen Rausch zu erleben, kann den Wein mit etwas Fruchtsaft strecken. Passend wären Apfel, Traube und Orange. Aber auch Kirsche, Johannisbeere und Cranberry sind definitiv einen Versuch wert. Rotwein und gegebenenfalls Saft werden mit Gewürzen und in Scheiben geschnittenen Zitrusfrüchten erhitzt. Wie beim Glühwein sollte es auf keinen Fall kochen. Dann wird alles in die Bowleschale gegeben. Wenn ein intensiv würziger Geschmack gewünscht ist, sollten die Gewürze enthalten bleiben, andernfalls können sie an diesem Punkt entfernt werden. Die Zitrusfrüchte werden beim Abbrennen des Zuckerhutes ebenfalls ein wenig karamellisiert.

Ist alles im Topf wird die Feuerzange aufgelegt. Wirklich an eine Zange erinnert sie nicht, das Design hat sich über die Jahre verändert. Denn als es noch in jedem Haushalt einen Kamin gab, wurde das Kaminbesteck dafür verwendet. Mit der Feuerzange konnten glühende Kohlen aus dem Feuer genommen werde. Mit dieser Zange wurde der Zuckerhut festgehalten, mit Rum übergossen und dann angezündet. Die heutige Variante der Feuerzange ist es um einiges komfortabler, denn der Zuckerhut muss nicht konstant gehalten werden. Der Ablauf ist allerdings gleich geblieben. Der Zuckerhut wird mit Rum beträufelt, dann etwas Rum auf einem Löffel oder in einer Kelle angezündet und über den Zuckerhut gegossen. Anschließend muss regelmäßig etwas Rum nachgegossen werden, falls die Flamme zu klein werden sollte. Dabei niemals mit der Flasche nachgießen, sonst könnte sich der Alkohol in der Flasche ebenfalls entzünden. Immer von einem Topf mit einem tiefen Löffel oder einer Kelle nachgießen. Auch hier darauf achten, dass der Löffel nicht brennt, bevor er wieder in den Topf kommt.

 

Feuerzangenbowle
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Portionen Vorbereitung
14-18 Tassen 15 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
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14-18 Tassen 15 Minuten
Kochzeit
10 Minuten
Portionen Vorbereitung
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Kochzeit
10 Minuten
Zutaten
Portionen: Tassen
Einheiten:
Anleitungen
  1. Die Orangen und Zitrone in Scheiben schneiden. Zusammen mit den Rotwein, Saft und den Gewürzen in einen Topf füllen und erhitzen. Nicht kochen!
  2. Den Rum leicht erwärmen. Den Brenner für das Rechaud anzünden. Die Weinmischung in die Bowleschale füllen und dann auf das Rechaud stellen.
  3. Die Feuerzange mit dem Zuckerhut auf die Schale legen. Den Zuckerhut mit Rum beträufeln. Eine Kelle mit Rum entzünden und vorsichtig auf den Zuckerhut geben.
  4. Wenn die Flamme kleiner wird vorsichtig mit einer Kelle oder einem Löffel Rum nachgießen. Die Zange noch heiß mit etwas Rum "sauber" spülen.
  5. In Tassen schöpfen und genießen!